MACRO VIEWS: Future trends
COMPANY PROFILE: Fulgar
HOSIERY: Innovating to combat the crisis

MACRO VIEWS: Future trends
Trend und Megatrend. Visionen und Voraussichten auf die nächste Zukunft, vom low-cost Luxus zur Schamhaftigkeit
Von Mariacristina Righi und Lucia Nava

Kann man Tendenzen noch ausfindig machen? Wie identifizieren sie sich? Welche Bedeutung hat es, die Tendenzen zu studieren und welche Identitäten tauchen auf? Heute sind die Tendenzen weiter verbreitet und es wird mehr darüber gesprochen. Die derzeitige Situation ist die, dass der Umfang der Tendenz machenden großen Betriebe und Hauptstädte zu Ende ist, während eine Reihe anderer Realitäten entstehen, wie z.B. die Aussengebiete der Städte, die Trendführer werden. “Am Ende der neunziger Jahre hat das Netz alle bestürtzt – hat Francesco Morace (Future Concept lab) in der letzten Ausgabe von Indicativopresente, dem Festival der Tendenzen, der zum zweiten Mal in Rimini organisiert wurde, erklärt. Das Problem ist, die overload Information zu führen und demnach die Informationsanzahl und die Ausgangspunkte, die aus der virtuellen Welt kommen, zu kontrollieren. Jetzt nehmen wir an einem wirklichen und eigenen Wechsel von Musterworten teil, deren wirklicher Führer der Konsumautor ist.” Die zweite Ausgabe von Indicativopresente, dem Festival der Tendenzen, hat verschiedene Losungswort ausgegeben: Vintage für die Cocktails, die Geschmäcker der Kunden für das Verlagswesen vorwegnehmen, Mitteilungen über sich selbst für die Firmen, Architektur von Grund auf für die Stadtplanung. “Es gibt keine Lebensstile mehr sondern Lebensgelegenheiten: die coolhunter sind nichts anderes als Antennen auf dem Gelände die Gelegenheiten hervorheben und versuchen, mit ihnen zu handeln – hat Morace erklärt. Z.B. ist nicht nur die Bekleidung wichtig, sondern auch die Nahrung: eine Person beschließt, sich in ihrem Leben spezifisch mit der Gastronomie zu beschäftigen und lässt sich in Kostproben und Treffen verwickeln. Der Verbraucher beschließt, dass er sich einen Raum in seiner Alltäglichkeit nimmt, um den Gelegenheiten Platz zu lassen.” Es gibt drei macro soziologische Gründe deretwegen die Tendenzproduktion zu wanken beginnt. Die Verlangsamung der Industriesysteme, das Verhältnis zwischen Komplexheit und Einfachheit, die Gleichwertigkeit zwischen coolhunting und Identitätsschwäche. Die Konzeptkrise des Verbrauchers ist derjenigen Krise sehr ähnlich die am Ende der neunziger Jahre die Autorität der Stilisten getroffen hat, weil was auf der Strasse passiert wichtiger geworden ist. Unter den Makrotrends entwickelt sich eine dunkele Seite des Postmodernen: der Neototalitarismus. In diesem Falle wird die Strategie Taktik, z.B. die Multinationalen lösen sich, um mit den Örtlichen in Kontakt zu kommen, die Taktik wird zur Strategie, oder besser gesagt an der Base der großen Manöver gibt es Straßenregeln. Schließlich die Tragbarkeit: wir müssen alles sein, was wir sein können. Neben diesem behauptet sich das Konzept der Teilung, das den Wert von dem was wir machen multipliziert. Teilungsökonomien (blog and social network) die Tendenzen kreieren und alternativ tiefe Glücklichkeit herstellen.

Hingegen sind bei den spezifischen Tendenzen bodywear, die auf den Vorstellungen bei den Spezialsalons von den am meisten quotierten bureaux-de-style analysiert werden, wie Concepts Paris und Promostyl, diverse Konzepte aufgetaucht. Unter den Schlüsselworten gibt es noch Antinomien, wie z.B. Kühnheit und Schamhaftigkeit, die zu einer sehr neuen und fortgeschrittenen Kommunikationsstrategie führen. Kühn ist die sexy show, das Vergnügen, Ereignisse wie strip, burlesque. Auf die gleiche Art setzt sich die Schamhaftigkeit in Szene, aber sie wechselt auch mit dem Voyeurismus. Pop-up und temporary store sind eine große Schaustellung von Kühnheit, um neue Arten zum sich Treffen zu erfinden. Es gibt aber auch Luxus und low-cost Antinomie, die bei mittel-hohen Niveaumarken zur Entwicklung von Strategien und von Produkten zu Niedrigpreisen führen. Z.B. hat Diesel eine begrenzte Anzahl von Modellen zu 30 Euro für die Operation dirty 30 hergestellt, ebenso Marc Jacobs mit einer Niedrig-Kosten-Linie, die in den Pariser Boutiquen von Marché Saint Honoré verkauft werden. Es handelt sich um die gleiche von H&M verwirklichte Strategie und die Zusammenarbeit mit den Stilisten. Um die Verkäuflichkeit wiederzubeleben geht man zur Demokratisierung der Kreation durch die Marke über, während sich auch Vorgänge wie die Boutique Merci in Paris behaupten, praktisch ein vorzugsweise gegen Colette eingestellter concept-store, bei dem Ethik, Ökologie, Tragbarkeit und in gewisser Weise das no logo mit Stil triumphieren. Weitere zwei immer in Kontrast liegende wichtige Trends sind das Anheben der Produkte mit zusätzlichem Wert und die Rückkehr von einigen Stilen der Vergangenheit (z.B. die 50ziger und 80ziger Jahre mit Body, Binde-Büstenhalter und brassière). Das zweite Leben ist für viele Podukte wichtig und es handelt sich nicht nur um second hand sondern vielmehr um transgenerationale Produkte. Eine Wahl, die Marken wie petit Bateau charakterisieren. Der Erfolg der Strickkits von Wool & the Gang (auch bei Merci in Paris erhaeltlich) bestätigt die Fortdauer des ethischen Trends, bio und ökologisch, mit der heutzutage enormen Wichtigkeit des Entwurfs. Auch der Luxus ist bereits wie eine extreme Personalisierung gemeint, mit Privatclub, Exklusivität, Aufmerksamkeit zum Kunden. Die Marken stellen sich mit exklusiven Dienstleistungen immer mehr in den Dienst der Kunden. In diesem Falle bedeutet Luxus eine Verbindung des Designs und der Mode mit dem Handwerker. Von diesem handwerklichen Aspekt wählt man die Perfektion des Einzelstückes. Ein dichterisch-schicker Blick auf die Welt.Moeglichkeiten bieten.

SCHLUESSELWOERTER
Perfektion, Eleganz, Interpretierung. Erbschaft, Handwerker, Endbearbeitung, neuer Individualismus, Neototalitarismus, future craft, hypermodernes Elite, tropikal- städtisch, Ethik-Ästhetik, neue Technologien öko- und ego-freundlich, romantisch-exzentrisch, zum Hybriden, wieder lesen der Feenwelt, Künstelei, Opulenz, pflanzlich – tierisch.
FARBEN
Austernblau, Rosa, Jadegrün, Kamel, Weiß mit grünen Schattierungen, Weiß und Schwarz degradè in Blau, Grau und Metallisch. Misstönende Farben, Pastelle, Ethnisch, Elektrisch, Orange, Lila, Rosa und Rot, Sablé. Radikale und minimalistische Farben. Grau und Blau metallisiert, Hell und Foncé industriell. Warme Farben, Gelb, versilbertes Rosa. Sensuelle und harmonische Farben, lebhaftes Grün, Fruchtig und Fané. STOFFE
Guipure, devoré, Samt, ultrafeine Strickwaren, Fertigstellung von Bändern und Spitzen, plissierter Tüll, männliche Stoffe, kompakte Strickwaren, flüssig, irisé oder lackiert, elastisch.
FORMEN
Treffen zwischen bondage und easywear, 30iger Jahre, Coco Chanel, bijouté, denudé, anatomischer Chick, zweite Haut, unsichtbare Eigenschaft, loungewear und homewear modulförmig, Minimalismus nicht basisch, sophistiziertes und niedriges Profil des Täglichen, Gegenmode, Rückkehr zum Body und zum Korsett der 40iger Jahre, hohe coulotte und neo fitness Formen durch intelligente Stoffe und ergonomische Formen erleichtert.
STRUKTUREN
Erhebungen, Erneuerung, hybride Spitze, weibliche und romantische Verarbeitungen, Blumen, Delikate, Volantverfeinerung.



COMPANY PROFILE: Fulgar
Der Schluessel Zum Erfolg
Neuerung, Qualitätsprodukte, Deutlichkeit der Firmenziele und ein ökologisches Vorgehen sind schon immer die Grundlage der Firma von Castel Goffredo gewesen, aber auch Staerken mit denen man der Krise positiv entgegentreten konnte.
Lucia Nava

Neuerung, Qualitätsprodukte, Deutlichkeit der Firmenziele und ein ökologisches Vorgehen sind schon immer die Grundlage der Firma von Castel Goffredo gewesen, aber auch Staerken mit denen man der Krise positiv entgegentreten konnte. Fulgar spa, der größte europäische Hersteller von Multifasern aus Polyamid und ausgearbeitetem Elastomer, hat im Jahr 2008 30 Millionen kg an 1350 Textilindustrien der ganzen Welt verkauft und weiß daher genau wie man sich in Krisenzeiten bewegen soll, indem sich die Firma auf die Schlüsselstrategien basiert die deren Erfolg von Anfang an bestimmt haben. Attilia Casnici, Geschäftsführer, erzählt uns von der Philosophie von Fulgar, von dessen Markt, den Projekten und der Wichtigkeit einer ökologischen Produktion.

Was können sie uns über die Entwicklung der Strumpfindustrie ihrem privilegierten Absatzgebiet sagen? Die Strumpfindustrie ist was Nachfrage und Betriebsinvestierungen von R & D betrifft schon immer grundlegend in unserem core business gewesen. Im italienischen Textilpanorama handelt es sich um einen Sektor, der dank der fortdauernden Neuerung, der vertikalen Produktion der Spinndüse fast am km Null, es zum Teil geschafft hat, den Schaden der Krise zu beschränken und wir können sagen, dass er ab 2010 aus der Krise herauszukommen beginnen wird, auch wenn man die Folgen erst ab 2011 bemerken wird.

Fulgar ist eine stark globalisierte Gruppe was Produktion und Verteilung betrifft. Wie sind Ihre Firmen im Ausland verteilt und wie sind sie organisiert? Welche sind Ihre Bezugspunkte was die ausländischen Märkte betrifft? Wir haben unsere Produktion nach Serbien verlegt, wo die Firma Fulgareast, die zu 100% von Fulgar Spa kontrolliert wird, bedecktes und texturiertes Garn produziert. Dieser Schritt war nötig, um den östlichen Märkten näher und konkurrenzfähiger zu sein. In Srilanka, befindet sich die Firma Fulgarlanka, die zu 90% kontrolliert wird und texturiertes und gezwirntes Garn produziert, und die unsere Anwesenheit auf dem indischen Markt und im Fernen Osten garantiert. Für die Verteilung haben wir das Alleinrecht über die Lycra-Elaspan und T400 Produkte in Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Türkei, Slowenien, Kroatien, Serbien und Bulgarien. Unsere Bezugspunkte für ausländische Märkte befinden sich zu 80 % in Osteuropa und zu 20% in den übrigen Ländern des Kontinents.

Die Anfrage nach ökologischen Produkten seitens der Verbraucher ist immer größer. Haben Ihre Kunden auch diese Anforderung? Welches sind die Länder und Sektoren die in höherem Grade nach ökologischem Material verlangen? Fulgar steuert sehr in Richtung Green Market vor allem was Zertifizierung und Firmenkommunikation betrifft. Im internationalen Textilmarkt, vor allem bei den synthetischen Faserstoffen gehen wir als Erste in Richtung einer Firmenethik die auf Schlüsselkonzepten wie eine tragfähige Entwicklung, Firmenverantwortung, Kommunikationstransparenz und konkreten Ziele für die Zukunft basiert. Was die Sensibilität der Verbraucher betrifft, bekommen wir die meisten Nachfragen aus England und Deutschland, aber der italienische Markt ist auch im europäischen Panorama sehr bedeutend. Wir versuchen gerade, durch die direkte Kommunikation Kunde-Kunde, die Erzeugung und Entstehung der ersten grünen Spinndüsen des italienischen Textilmarktes zu gründen, indem wir den Herstellern von Rohstoffen, mittleren Verarbeitungsbetrieben und Endverteilern, auf der Basis des ökologischen Konzeptes, eine neue Art die Produktion zu verstehen beibringen.

Der ökologische Einsatz muss nicht nur das Endprodukt betreffen, sondern auch die verschiedenen Phasen der Produktion. Ihre Firma ist in diesem Sinn sehr aktiv; seit dem ersten September seit ihr Partner des Projekts ZeroE Planet, von Edison eingeführt, in Zusammenarbeit mit Lifegate. Was nimmt es in Aussicht und welche Ziele sollen erreicht werden? Das Projekt ZeroEplant sieht die Lieferung der elektrischen Energie von renovierbaren und zertifizierten Quellen voraus, durch Kompensierung der CO2 Emission, die durch den Bau der Hydroelektrischen Anlagen und die Bildung von Waldoberflächen zur Absorption ausgeglichen werden. Bei der Zustimmung zum Projekt hat Fulgar beschlossen, Energie mit Nullanprall zu kaufen, trotz höherer Kosten, um die eigene Spinnerei zu versorgen. Auf diese Art vereinen wir Umweltgefühl und fortschrittliche Technik und bereichern unsere Produkte hinsichtlich ihrer Konkurrenzfähigkeit.

Welches könnten Ihrer Meinung nach die Strategien für die Erholung des Textilbereichs sein? Wie tritt Ihre Firma der Krise entgegen? Nur wer Produkte mit hohem Grad an Mehrwert und technologischer Neuerung präsentiert wird es schaffen in Zukunft weiterzumachen. Was Fulgar betrifft, unterstützen die Investierungen der letzten Jahre unsere Produktionsphilosophie die auf einfachen aber wirksamen Konzepten basiert ist: Qualität, schneller aber präziser Kundendienst, Neuerung bei jedem Aspekt des Produktionszyklus und Erzeugung von Skalenertrag.


HOSIERY
Innovating to combat the crisis
Der Markt der Strumpfherstellung geht gerade eine große Phase der Veränderung durch, eine richtige Revolution. Um aus der aktuellen Krisensituation herauszukommen ist es nötig sich, dank der Produktneuerung der Evolution anzupassen.
von Mariacristina Righi

In allen Bereichen sind dies Jahre der Veränderungen und dieser Übergang ist unvermeidbar. Ein internationales Forum der Strumpfherstellung, von Invista in Verona organisiert, hat versucht mit gezielten Eingriffen in Bezug auf die Strumpfwelt über diese Neuerungsnotwendigkeit konkrete Antworten zu geben. “Der Sektor hat trotz der bremsenden Ökonomie und der Rezession die Auswirkungen gut überstanden und hat die Fähigkeit bewiesen in den Krisenmomenten durchzuhalten – meint Sally Kay, Präsident der Hosiery Association North America – In diesen Momenten bemerkt man sogar eine Steigerung der Strumpfherstellung weil jede Frau sich ein paar neue Modestrümpfe leisten kann. Die Strümpfe sind das Produkt welches den Kauf eines Lippenstifts ersetzt. Ein weiteres großes Thema für die Zukunft ist die Umweltfreundlichkeit, ein, für unseren Sektor, wichtiger Faktor. Man arbeitet viel in Bereich der Kinderstrümpfe auf Umwelttest um Substanzen zu suchen die schädlich sein können. 2009 hatten wir im Vergleich zu 2008 4,4% weniger Umsatz im Bereich der Männerstrümpfe, während der Verkauf der Damenstrumpfhosen um 13,5% gewachsen ist. Die Strümpfe gelten als Modeaccessoire mit einem niedrigeren Preis. Es gibt eine große Neuerung dieses Produkts, welche Mode und Zweckbestimmung, Kleidsamkeit und Comfort miteinander verknüpft.” Die Neuerung ist die Basis der Evolution des Strumpfmarkts und ist einer der wichtigsten Zukunftstrends denen man folgen sollte. “In den letzten 15 Jahren gab es eine Revolution in der Strumpfwelt- meint Sergio Del Re (Gruppo Lonati) – Die historischen Hersteller sind verschwunden und es gibt eine Produktionskonzentrierung in einigen Märkten. Die Nachfrage nach elastischen Strümpfen, die modellieren und stützen hat sich vergrößert dank der Produktion von Strümpfen mit verschiedenen Typen von Elastomer, Baumwollmischungen für das Wohlergehen. Man hat versucht diesen Strümpfen einen neuen Appeal zu geben, um sie zu verschönern”. Das Ziel der Hersteller der westlichen Länder muss die Qualität des Produktes sein mit vielseitigen Maschinen, Phantasie und Qualität. Aber es gibt auch ein Problem der Verteilung der Strümpfe. In Zukunft wird es eine immer größere Konzentrierung von GDO food und non food Ketten geben. “Im Ausland ist die Verteilung der Strümpfe mehr auf gdo basiert – meint Berardi- Bei uns ist der Stadtviertelmarkt was die Nummern betrifft noch sehr stark. Invista, Lieferant von Rohstoffen, hat dieses Ereignis organisiert um seinen Partnern mehr Instrumente zu geben und ihnen verstehen zu geben wo sie eingreifen sollen. Man muss hauptsächlich dem trade nahestehen, der heute der schwache Ring der Kette ist. Invista hat sehr hohe Marktanteile und eine kapillare Abdeckung. Auch die private label tragen unsere Marke, die für den Käufer eine Garantie darstellt.”. In diesem Fall begünstigt der freie Service nicht den Kauf außer den der nötig ist. Der Käufer belohnt denjenigen der Beratungsfähigkeiten hat. “Die Notwendigkeit der Beratung wird auch die Ketten dazu bringen immer mehr auf diesen Aspekt zu achten – erklärt Berardi- Der freie Service penalisiert den Verkauf sehr. Der wichtigste Rat für die Zukunft? Versuchen sich von der Konkurrenz durch Sevice, Beratung, Produkt, zu unterscheiden und die Nachfragen der Käufer zufriedenzustellen und Qualität zu garantieren”.
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